Julia Kasper

06.10.2020
2 min Lesezeit

Digitale Möbelproduktion: Maschinenservice

Schreinermeister von exligno GmbH berichten über digitale Möbelproduktion


Effiziente Abläufe und Prozesse sind die Basis für den Schritt zur digitalen Möbelproduktion. Doch wie können diese Prozesse konkret aussehen im Bereich Maschinenwartung und Service? Was ist zu tun, wenn mal eine Maschine einen Fehler meldet oder gar die ganze Produktion still steht?

Diese und weitere Fragen haben wir im tapio-Webinar gemeinsam mit Jürgen Müller, Geschäftsführer der exligno GmbH, Daniel Buhtz, Schreinermeister und Produktionsleiter bei exligno GmbH und Achim Schmitt, Schreinermeister und stellvertretender Produktionsleiter, besprochen. Das Expertenteam hat dabei aus der Praxis live berichtet und uns dazu mit der Kamera in die Werkstatt genommen. Die Aufzeichnung des Webinars können Sie hier ansehen:




Zu exligno

Das Team rund um Schreinermeister Jürgen Müller umfasst 28 Mitarbeiter, die, ausgerüstet mit einem hochmodernen Maschinenpark, fokussiert sind auf den hochwertigen Innenausbau. Dafür sind u.a. acht Meister bei Jürgen Müller beschäftigt. Seit zwei Jahren bilden die Süd-Badener ihre Produktion via tapio digital ab. Seit dem schwört Geschäftsführer Müller auf die Vorzüge, die er durch tapio in seinem Betrieb realisieren kann. Denn er weiß, dass der digitale Wandel schnell voran schreitet und da möchte er Schritt halten können.


Wozu das ServiceBoard in der Produktion?

Steht eine Maschine still, so muss der entsprechende Servicepartner kontaktiert werden. Früher hat das exligno-Team dies telefonisch getan. „Das gestaltete sich oftmals schwierig“, so Jürgen Müller. „Mal war der Empfang schlecht, mal hat es sehr lange gedauert, bis der richtige Servicetechniker am Telefon war. Zudem konnten wir nie richtig dokumentieren und nachvollziehen, wann welche Maschine welchen Fehler hatte.“ Heute erledigen die Mitarbeiter von Jürgen Müller die Kommunikation zu Servicefällen an Maschinen über die tapio-App ServiceBoard.

Liegt an einer Maschine ein Fehler vor oder steht sie gar still, so erstellen die Mitarbeiter ein Serviceticket digital über das ServiceBoard. Dazu steht in der Produktion ein Tablet zur Verfügung. Einige Mitarbeiter haben aber auch das ServiceBoard als App auf ihrem Smartphone. Mit wenigen Klicks ist das Serviceticket anlegt, der Fehler beschrieben und Fotos hinzugefügt. Nun wird das Ticket automatisch an den richtigen Servicepartner geleitet.


Welche Verbesserungen gibt es durch das ServiceBoard?

Vor allem die Kommunikation zum Servicepartner hin sei verbessert worden, meint Jürgen Müller mit Nachdruck. Darüber hinaus sind alle gelösten Servicefälle im ServiceBoard dokumentiert. So können die Mitarbeiter erst mal schauen, ob dieser eine akute Fehler schon mal vorlag und wie die Lösung dazu aussieht. Meistens kommen seine Mitarbeiter so am schnellsten ans Ziel und die Maschine läuft wieder.

Auf eine Sache weißt Müller insbesondere hin: Seine HOMAG Maschinen haben eine Garantielaufzeit von fünf Jahren. Durch die Dokumentation der Servicefälle im ServiceBoard kann er ganz gut den Überblick behalten, was genau an der Maschine vorgefallen ist. Etwas, was er sonst nie hätte so transparent dokumentiert können, meint er. Auch wenn er schmunzelnd zugibt, dass die Mehrzahl der Fehler wohl eher Bedienungsfehler als Maschinenfehler seien.
Abschließend wünscht sich Jürgen Müller, dass noch weitere Maschinen- und Werkzeughersteller ins ServiceBoard integriert werden. Denn für die Kaufentscheidung einer neuen Maschine zählt für ihn ganz klar die tapio-readiness.


Ein herzliches Dankeschön an Jürgen Müller, Daniel Buhtz und Achim Schmitt, die ihr Wissen im tapio-Webinar so offen geteilt haben und uns in die Werkstatt blicken ließen.

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