Maschinenservice digital vereinfacht

Fernwartung & Service App
für die mittelständische Möbelproduktion

Jochen Fuchs ist Leiter der Holzteilefertigung der Spectral Audio Möbel GmbH in Pleidesheim. Das Team mit rund 150 Mitarbeitern produziert mithilfe eines modernen Maschinenparks hochwertige Möbel in der Losgröße 1. Da dürfen durchdachte Prozesse und der digitale Maschinenservice nicht fehlen, um effizient zu produzieren.

Jochen Fuchs hat uns dazu in diesem Interview und im Webinar ein paar Einblicke gewährt.

Wir haben das gesamte Webinar als Video aufgezeichnet und auf YouTube für Sie bereitgestellt.


Jochen, erklär doch kurz, was Ihr bei Spectral Audio Möbel macht.

Wir haben uns auf innovative Möbellösungen fokussiert, die beispielsweise Soundlösungen oder individuell gestaltetes Glas in die Möbel integrieren. Diese hochwertigen Individualmöbel fertigen wir in Pleidesheim für Kunden in der ganzen Welt. Ich bin konkret dafür verantwortlich, dass die Prozesse in der Holzteilefertigung einwandfrei laufen und übernehme zusätzlich Aufgaben aus der Arbeitsvorbereitung.
Als wir vor ein paar Jahren entschieden haben, in neue Maschinen zu investieren, haben wir uns auch gleich gefragt, wie wir Teile der Service-Prozesskette mithilfe einer Service App digitalisieren können.


Als Ihr Euch mit dem Service befasst hat, welche Stellen wolltet Ihr digitalisieren?

Maschinefehler oder gar Produktionsstillstände kosten Zeit und damit Geld. Häufig braucht man dann Hilfe vom Servicepartner. Dazu habe ich früher unsere Kundennummer, die Service-Telefonnummer und weitere Informationen herausgesucht und … steckte oftmals in einer Warteschlage fest bis der richtige Ansprechpartner gefunden war.
Produktionsprozesse verzögern sich dann weiter und Stress entsteht, weil Termine für die Fertigstellung ja doch gehalten werden müssen. An der Stelle wollten wir es uns einfacher machen mit einer Service App.


Wie sieht denn heute das Szenario aus, wenn ein Maschinenfehler auftritt?

Mein Stellvertreter und ich haben die ServiceBoard-App auf unseren Smartphones. Tritt ein Fehler auf, wird zunächst im ServiceBoard geschaut, ob es dazu vielleicht schon eine dokumentierte Lösung gibt. Wir haben also sowas wie unsere kleine, eigene Wissensdatenbank für den Maschinenservice.
Können wir auf Grundlage der alten Servicefälle keine Lösung finden, dann eröffnet mein Kollege oder ich ein neues Ticket. Das haben wir im Video unten einmal aufgenommen. Mit dem (+) wird ein Ticket geöffnet und dann die Maschine ausgewählt oder den Maschinen-QR-Code gescannt. Dem Ticket können Fotos hinzugefügt werden, sowie eine kurze Beschreibung des Problems. Dann kann ich noch angeben, ob die Produktion aufgrund des Fehlers stillsteht. Außerdem gibt es noch ein Feld für die Rückrufnummer. Dann senden wir das Ticket ab.


Wie Sie ganz einfach ein Serviceticket mit dem ServiceBoard senden können, sehen Sie in einem kurzen Video auf YouTube.


Daraufhin meldet sich ein Techniker zu dem Serviceticket bei uns zurück und wir versuchen das Maschinenproblem gemeinsam zu lösen. Dazu nutzen wir oftmals die Videodiagnose – quasi als Fernwartung.
Ist das Problem gelöst, stellt der Techniker in genau dem Serviceticket die Lösung ein. Somit können Teammitglieder später nachvollziehen, wie das Problem gelöst wurde. Ein großer Vorteil, wenn das Maschinenproblem nochmals auftreten sollte.


Hast Du ein Beispiel für einen Servicefall für uns?

Ja, das war sogar an einem typischen Montagmorgen. Als wir die Maschine starteten, kam die Fehlermeldung, dass die Reibkräfte der X-Achse zu hoch seien. Diesen Fehler konnten wir nicht einfach weg-quittieren. Also habe ich ein Serviceticket im ServiceBoard mit dem Handy angelegt. Dazu habe ich die Fehlermeldung einfach abfotografiert.
Innerhalb einer Stunde kam der Rückruf des Technikers der HOMAG, der sich auf die Maschine aufschalten konnte – quasi als Fernwartung. Dort führte der Servicetechniker eine Reibkraftermittlung durch. Glücklicherweise lief die Maschine kurz danach wieder fehlerfrei.
Zusätzlich wurde die Lösung zu dem Fehler automatisch im ServiceBoard dokumentiert. Jetzt können also alle im Team diese Lösung einsehen.


Ist der Service für Euch mit dem ServiceBoard besser und weniger aufwendig geworden?

Unsere Flexibilität in der Fertigung ist einfach viel größer geworden durch die Nutzung des ServiceBoard. Wenn Störfälle auftreten, können viele Maschinenfehler einfach schon dadurch behoben werden, dass wir in die Historie des ServiceBoard schauen und da quasi unsere eigene kleine Wissensdatenbank an Maschinenfehlern und Lösungen haben. Fehler, die schon mal aufgetreten sind und die damals vielleicht mein Kollege gelöst hat, sind so für mich einfacher und damit schneller zu lösen. Anhand dieser eigenen Dokumentation können Maschinenfehler einfacher behoben werden.
Uns spart das ServiceBoard somit Zeit und unnötige Kosten.


Wie haben Deine Kollegen auf den Einsatz des ServiceBoards reagiert?

Die Reaktion war sehr, sehr offen. Dadurch dass mein Kollege auch das ServiceBoard auf seinem Handys installiert hat, kann er, auch während ich mal im Urlaub bin, selbst Fehler lösen. Somit muss keiner bei mir anrufen und nachfragen.
Wir sind ständig dabei unsere Prozesse zu verbessern und Informationen für alle Kollegen am Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Insofern hat unsere Mannschaft eine hohe Motivation eben solche digitalen Tools einzusetzen.


Jochen, vielen Dank für die Einblicke in Eure Produktion rund um den Maschinenservice!



Die Verbesserungen vom ServiceBoard auf einen Blick:

  • Einfache & schnelle Kommunikation mit dem Servicepartner
  • Eigene Dokumentation vergangener Servicefälle & Servicetickets
  • Videodiagnose mit Servicetechnikern einfach durchführen



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